amanda 58 e.V. hat sich zur Aufgabe gemacht, im Bereich der interkulturellen Bildung und Öffentlichkeitsarbeit im Hamburger Schanzenviertel wirksam zu sein. Er beschäftigt sich mit den kulturellen Ressourcen des Stadtteils, deren Förderung, Vernetzung und Lobbyisierung.

Die historische Amanda gehörte zu einem Clan an Frauen um die gründerzeitlichen Bauunternehmer H.J. Fett, Alexander B. Tornquist und Samuel Ephraim, die zum Anlass größerer Familienfeiern Straßen nach den Hauptpersonen benannten. Städtebauliche Partystrukturen sozusagen. Charlotte war die Brautjungfer der Hochzeit von Henriette Tornqist und auch Pauline, Martha, Emilie und Sophie, Agathe, Luise und Agnes bekamen Straßen zugeeignet.

amanda 58 leitet ihren Namen wiederum an der Adresse ab. Das ehemalige Haus-für-Alle in der Amandastraße 58 ging nach längeren Konkursverhandlungen in die Hände der Arbeiterwohlfahrt über, amanda 58 zog mit ihrem Konzept der interkulturellen Bildung und Öffentlichkeitsarbeit in die Räume des Stadtteilbüros in der Margaretenstraße 50 um. Einmal um die Ecke, und nicht nur in der Logik der Gründerzeit innerhalb der Familie.

Es ist gerade die örtliche Nähe, die die Arbeit des Vereins stark bestimmt. Elterninitiativen der nahegelegenen Schule Altonaer Straße, die zu einem selbstorganisierten Musikunterricht führte, das Management der Ausstellungen des gegenüberliegenden Kulturvereins Schanzenviertel, Fotoexkursionen mit Stadtteilgören und die Zusammenarbeit mit der Galerie Kunststück prägen die Viertelkompetenz des Vereins und verhelfen ihm zu einer gewissen "streetcredability".

Ein anderer, und zunächst exotisch anmutender Schwerpunkt, ist die Arbeit des Vereins im kosovarischen Prishtina. Beginnend mit einem Kontingent kosovo-albanischer Bürgerkriegsflüchtlinge, für die amanda58 Sprach- und Computerkurse organisierte, entwickelte sich ein langfristiges Kulturprojekt in Prishtina.